Flaschenkutte

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Beschreibung

Fast wäre das Leben von Martin Luther schon früh wieder vorbei gewesen – und dann wäre auch die Geschichte Europas, ach was, der ganzen Welt anders verlaufen: Gerade 22 Jahre alt, geriet er auf dem Weg nach Erfurt in ein schweres Sommergewitter. Ein Blitz schlug nur knapp neben ihm ein. In Todesangst gelobte er, Mönch zu werden, wenn Gott ihn errettet. Denn unvorbereitet – also ohne Beichte und letzte Ölung – vor seinen Schöpfer treten zu müssen: Diese Vorstellung erschütterte ihn bis ins Mark. Luther überlebte und hielt Wort: Zwei Wochen später brach er sein Jura-Studium ab und trat 1505 ins Erfurter Augustinerkloster ein, wo er 1506 sein Mönchsgelübde ablegt. Die Augustiner-Eremiten des schwarzen Klosters nehmen ihre religiöse Bewegung sehr ernst. Schwarz – deshalb der Name – und grob gewebt ist ihre Kutte. Ihr Tag beginnt schon kurz nach Mitternacht und endet je nach Jahreszeit erst spätabends. Dazwischen: Stundengebete, Messen, geistliche Lesungen, Arbeit – alles, nur kein Müßiggang bitte! Erst 12 Uhr mittags gibt’s die erste Mahlzeit. Die schweigend und betend eingenommen wird. Und auch sonst ist das Leben im Kloster eher karg: Geschlafen wird auf Strohsäcken, bei den Zellen herrscht ein munteres Wechsle-dich-Spiel, damit ja kein Zuhause-Gefühl aufkommt. Und Lachen ist strengstens verboten. Schwarz ist auch unsere Flaschenkutte. Statt grob gewebt ist sie fein genäht. Und freudiges Lachen ist bei ihrem Anblick ausdrücklich erwünscht. Spätestens dann, wenn der Beschenkte das in ihr verborgene Präsent auspackt.